MÄRZ

Winterfrühlingssturm

 

Der Wind streift pfeifend über Dächer,
Regen peitscht, fast waagerecht
Ein Sturm zieht auf, tost noch und nöcher
Eiskalte Bö, im Nu durchnässt.

 

Fege nur, du Winterregen
Peitsche auf, gib ja nicht nach
Schlage um dich, wild, verwegen
Lass’ alles raus, wie du nur magst.

 

Doch wenn das Tosen ist vollbracht
Dann nimm den Winter mit am Ende
Ausgestürmt, vorbei die Schlacht
Der Frühling kommt, dies ist die Wende.

 


FEBRUAR

Zeit

 

Wie viele Kaffeebecher
Hetzen heut’ an dir vorbei?
Schnell im Gehen noch die email,
Tippfehler, einerlei.

 

Wie viele Smartphones
Multitasken durch die Stadt?
Wie viele Gespräche
Finden dabei nicht mehr statt?

 

Bewahr’ dir deine Ruhe,
Zeige Muße, geh’ bewusst,
Zeit kann man nicht gewinnen,
Durchs Leben sprinten
Bringt nur Frust.


JANUAR

Bleibt nichts, wie es war

 

Die Augen immer weit geöffnet
Blick unverstellt, Zukunft voraus
Löse die Fesseln, lichte den Anker
Verlasse dein viel zu enges Haus.

 

Der Horizont ist keine Grenze
Dahinter mag der Himmel sein
Doch wirst du ihn wohl nicht erleben
Lässt du dich auf den Weg nicht ein.

 

Schau nicht zurück, sondern nach vorne
Der Blick nach hinten hält dich auf
Veränderung hält die Seele lebendig
Ständiger Wechsel ist der Welten Lauf.