Januar

Schmuddelwetter

 

Draußen tobt das Wetter wahrlich

Gar nicht mal so wohlbehaglich

Wie es von hier drinnen schien

Der Schirm kaum auf, ist er verloren

Ihn hat der Wind emporgehoben

Und wird ihn wohl von dannen ziehn.

 

Das Nass erwischt die kleinste Lücke

Die zwischen Schal und dicker Mütze

Ein Stückchen Haut erahnen ließ.

Der Fuß tritt mutig in die Pfütze

Und zuckt zurück, oh welche Tücke

Tiefer als gedacht, wie fies.

 

Kälte dringt in alle Knochen

Kommt durch dicksten Pelz gekrochen

Als hätte sie kein andres Ziel.

Ich drehe um und geh nach Hause

Freu mich auf die heiße Brause

Das Schmuddelwetter ist zu viel.

 

Was wollte ich denn auch hier draußen

Konnte die frische Luft gebrauchen

Natur, die ist ja ach so toll!

Das ist sie, wenn man sie gemütlich

Vom Sofa sieht und dabei glücklich

In dicken Socken Kaffee trinkt

Und ihr mit warmem Herzen winkt

Dann ist sie wirklich wundervoll.